Tagung: „Das 20. Jahrhundert ausstellen“
Die Tagung „Das 20. Jahrhundert ausstellen“ fand 2019 in Franzensfeste und Bozen statt. Thema war die Frage, wie zeitliche Abschnitte, deren Deutung noch nicht abgeschlossen ist, im Museum vermittelt werden können.
Musealisierungen bzw. historische Ausstellungen fungieren als kulturelles Gedächtnis, sie bedienen sich hierbei des kulturellen Erbes und möchten es unter je aktuellen Gesichtspunkten neu lesbar machen. Beeinflusst von den jüngeren Kulturwissenschaften, lässt sich jedoch ein deutlicher Wandel in der Präsentation von Geschichte beobachten. Wie soll also Geschichte gezeigt (und damit bewahrt) werden, während sich ihre Deutungen immerfort verändern?
Die Tagung stand unter der Leitfrage: „Wie stellt man die Geschichte des 20. Jahrhunderts in Museen aus?“, wobei dies fallweise das zeitliche Ausgreifen auf voraufgehende Epochen nicht ausschließt. Sie wollte einerseits Positionen der jetzigen Museums- und Ausstellungsforschung verdeutlichen, zum anderen aus der Kenntnis herausragender Musealisierungsleistungen und von Best-practice-Beispielen erkenntnisleitende Ansätze für aktuelle Projekte gewinnen. Hier kann das vollständige Tagungsprogramm heruntergeladen werden.
Die Veranstaltung der Südtiroler Landesmuseen und der Bayerischen Museumsakademie fand am 18. und 19. Juni 2019 in der Festung Franzensfeste und im NOI Techpark in Bozen statt.
Die Tagung wurde organisiert vom Betrieb Landesmuseen Südtirol in Zusammenarbeit mit der Bayerischen Museumsakademie (München). Idee und wissenschaftliche Leitung übernahmen die Historiker Josef Kirmeier (Ludwig-Maximilians-Universität, München) und Hannes Obermair (Autonome Provinz Bozen, Abteilung Museen).